Krisen, wie zum Beispiel ein Blackout oder Strommangellagen in der Großstadt Wien, können das soziale Zusammenleben belasten und zur Verunsicherung der Bevölkerung führen. Anlaufstellen im lokalen Umfeld sollen helfen, besser mit solchen Situationen umzugehen. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Wien mit den Religionsgemeinschaften das Konzept der «Lichtinseln» geschaffen.
Der seit Jahren gelebte interreligiöse Dialog und die Zusammenarbeit mit den staatlichen Institutionen machen dieses Projekt möglich, welches das soziale Engagement der Kirchen und Religionsgemeinschaften unter Beweis stellt. Im Anlassfall bietet es so ein niederschwelliges Angebot zur unterstützenden sozialen Betreuung von Personen und zur Weitergabe von Informationen. Teilnehmende Religionsgemeinschaften sind die Neuapostolische Kirche, die Katholische Kirche, die Evangelische Kirche A.B., die PfarrCaritas- Wien, die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich, die Österreichische Buddistische Religionsgemeinschaft, die Sikh Glaubensgemeinschaft Österreich sowie die Israelitische Kultusgemeinde Wien.
Am Dienstag, dem 16.4.2024, wurde dieses Konzept erstmals zwischen dem Krisenmanagement der Stadt Wien und den beteiligten Religionsgemeinschaften in Form einer Kommunikationsübung erprobt.
Wenn im Krisenfall die Stromversorgung, der öffentliche Verkehr und die gewohnten Kommunikationsnetze wie TV, Radio, Mobilfunk und Internet ausfallen, dienen die Lichtinseln dazu, Menschen in einer lokalen Gemeinschaft Unterstützung zu bieten, auch wenn sie keine Akuthilfe benötigen, aber trotzdem Informationen suchen und verunsichert sind.
Als erste neuapostolische Kirchengemeinde beteiligt sich die Gemeinde Wien-Donaustadt aktiv bei diesem Projekt. Vier Teams von Freiwilligen stehen im Krisenfall zur Verfügung. Mittels eines von der Stadt Wien zur Verfügung gestellten Funkgerätes können sie dann den Kontakt zum Krisenmanagement der Stadt Wien aufrecht erhalten.